Asien,  Japan

🇯🇵 TOKIO

Ihr habt schon länger mit dem Gedanken gespielt das Land der aufgehenden Sonne zu bereisen? Dann nichts wie los! Wenn ihr auf einem der beiden großen Flughäfen Haneda oder Narita gelandet seid, könnt ihr sicher sein, dass ihr euch in der japanischen Metropole befindet. Im gesamten Einzugsgebiet von Tokio leben heute rund 38,5 Millionen Menschen – die Grenzen benachbarter Städte sind fließend. Obwohl diese gewaltige Größe im Hinblick auf den Transport und den Alltag lähmend erscheinen mag, ist das genaue Gegenteil der Fall. Ein hochmoderner Ballungsraum wartet darauf, von euch entdeckt zu werden. Die bedeutende Geschichte des Landes kommt dabei aber keinesfalls zu kurz. Überall im Stadtbild stoßt ihr auf Schreine, historische Tempel und klassische japanische Gärten. Während unseres Aufenthalts in Tokio wohnten wir in einem kleinen Hostel in Ueno. Das Viertel liegt zentral in der Stadt und war durch die günstige Lage für uns ein perfekter Ausgangspunkt auf den täglichen Touren. Der Asakusa-Schrein und der Skytree liegen im Osten, der Hafen und der Palast im Süden. In Ueno selbst befindet sich zudem das Nationalmuseum Japans. Letztlich gibt es in Tokio aber sicher nicht den einen Ort, der es wert ist, gesehen zu werden. Jeder Teil der Stadt ist eindrucksvoll und wartet mit seinen ganz eigenen Geschichten auf euch. 

  1. Die für uns schönsten Orte Tokios
  2. Bucket List Tokio
  3. Tokios Hot Spots auf einen Blick
  4. Tipps für unterwegs

Die für uns schönsten Orte Tokios

Kaiserpalast
Der Palast befindet sich im Zentrum der japanischen Hauptstadt. Die Anlage selbst wird von breiten Wassergräben umgeben. Neben den herkömmlichen Gebäuden des Komplexes wurden Schreine und Tempel errichtet. Der deutlich größte Teil des Areals bildet eine Parklandschaft. Wenn ihr den Palast bestaunen möchtet, wartet bis zum Nachmittag. Dann steht die untergehende japanische Sonne über den Palastgebäuden und stellt diese ins rechte Licht. Um in sein Innerstes zu gelangen, müsst ihr über 18 Jahre alt sein und braucht etwas Glück. Statt Tickets an einer Kasse zu kaufen durchlauft ihr im Vorfeld einen Bewerbungsprozess. 

Station:
Otemachi Station 🟢 Chiyoda Line
Otemachi Station 🟣 Hanzomon Line
Otemachi Station 🔴 Marunouchi Line
Otemachi Station 🔵 Mita Line
Otemachi Station 🔵 Tozai Line
Otemachi Station 🟠 Romancecar

Japanische Gärten
Japanische Gärten sind auf der ganzen Welt bekannt. Diese sind zu meist nicht nur perfekt in ihrem Aufbau, sondern werden über das gesamte Jahr hinweg perfektionistisch gepflegt. Jeder Baum und jeder Strauch ist in Form geschnitten und hat seinen Platz. Durchzogen sind die japanischen Gärten meist von Weihern, Bächen und Pavillons. Nicht selten könnt ihr am Ufer der Teiche Schildkröten beobachten. Im Frühjahr verleiht die Kirschblüte den Anlagen einen ganz eigenen Touch, woraufhin das jährliche „Hanami“ (Kirschblütenfest) gefeiert wird. Beispielhaft empfehle ich euch an dieser Stellen den Hamarikyū-Park und den Shinjuku Gyoen Park.

Station:
Shiodome Station 🟣 Oedo Line (Hamarikyū-Park)
Shiodome Station 🔵 Yurikamome (Hamarikyū-Park)
Yoyogi Station 🟣 Oedo Line (Shinjuku Gyoen Park)

Asakusa-Schrein
Zum Asakusa-Schrein gehört heute der älteste Tempel Tokios. Dieser stammt aus dem siebten Jahrhundert und schaut somit auf eine eindrucksvolle Geschichte zurück. Inmitten des Hauptportals hängt eine riesige rote Laterne, die gern als Fotomotiv genutzt wird. Zugleich steht ihre Größe für die Bedeutung der Anlage. Spaziert ein wenig herum und lasst die traditionellen Gebäude auf euch wirken. Südlich des großen Tores warten dicht aneinander gereihte Souvenirhändler auf euch. Hier bietet sich daher die perfekt Chance Mitbringsel und Andenken für zu Hause zu kaufen. Fußläufig entfernt liegt außerdem der Tokyo Skytree.

Station:
Asakusa Station 🔴 Asakusa Line
Asakusa Station 🟠 Ginza Line
Asakusa Station 🔵 Tobu Skytree Line

Skytree
Der Skytree ist mit rund 630 Metern Höhe der zweit größte Turm der Welt. In den unteren Etagen des riesigen Komplexes befindet sich ein Kaufhaus. Hier gibt es nahezu alle Produkte, die ihr euch vorstellen könnt und noch viele weitere darüber hinaus. So auch eine eindrucksvolle Vielfalt an Lebensmitteln und japanischen Speisen. Ihr habt im Skytree somit eine tolle Gelegenheit, euch auf einen Schlag mit der nationalen Küche Japans vertraut zu machen. Dass der Skytree über eine Aussichtsplattform verfügt, versteht sich bei der atemberaubenden Höhe von selbst. Nachts erstrahlt das Bauwerk in bunten Farben. 

Station:
Tokyo Skytree Station 🟠 Nikko-Kinugawa
Tokyo Skytree Station 🔴 Ryomo
Tokyo Skytree Station 🔵 Tobu Skytree Line

Metropolitan Government Building
Auf der Suche nach einem unvergesslichen Blick über Tokio seid ihr in Shinjuku genau an der richtigen Stelle. In der 45. Etage des Gebäudekomplexes befindet sich eine Aussichtsplattform. Oben seid ihr mit den modernen Aufzügen in kürzester Zeit und könnt in der Folge den Blick über die Stadt schweifen lassen. Je nach Sicht und Wetter könnt ihr in der Ferne bis zum Mount Fuji schauen. Ansonsten blickt ihr auf ein Meer aus nie endenden Straßenzügen und Hochhäusern der Metropole. Abhängig von der Tageszeit müsst ihr am Eingang zu den Aufzügen mit einer Wartezeit rechnen. Die Auffahrt und der Ausblick selbst sind kostenlos! 

Station:
Tochomae Station 🟣 Oedo Line

Rainbow Bridge
In den Abendstunden und in der Nacht macht die Rainbow Bridge ihrem Namen alle Ehre. Zu dieser Zeit wird sie bunt beleuchtet, und die Farben der Brücke spiegeln sich im Wasser des Hafens. Ausgesprochen gut seht ihr die Brücke von der künstlich angelegten Insel Odaiba aus. Auf die Insel gelangt ihr mit einer autonom fahrenden Einschienenbahn, die ebenfalls über die Rainbow Bridge fährt. Auf der Insel selbst findet ihr einen feinen Sandstrand vor. Solltet ihr es außerdem noch nicht nach New York geschafft haben, habt ihr auf Odaiba die Chance, eine Kopie der Freiheitsstatue zu bestaunen. Eine Fahrt mit dem Riesenrad ist auf Odaiba ebenfalls möglich. 

Station:
Daiba Station 🔵 Yurikamome

Tokyo Tower
Der Tokyo Tower ist ein Funk- und Fernsehturm in der japanischen Hauptstadt. Als Vorbild nahmen sich die Architekten den Eiffelturm, was auf Grund der Konstruktion nicht von der Hand zu weisen ist. Nur etwa zehn Meter Höhe unterscheiden die beiden Wahrzeichen in Paris und Tokio. Sobald die Dämmerung über der Metropole einsetzt, erstrahlt der Bau in seiner charakteristischen Erscheinung. In der Nacht ist der orange farbene Turm von nahezu jedem Ort der Stadt eindeutig sichtbar. Wie auf vielen Gebäuden Tokios befindet sich auch auf dem Tokyo Tower eine Aussichtsplattform. Bei klarer Sicht soll man auch von hieraus bis zum Mount Fuji sehen können.

Station:
Akabanebashi Station 🟣 Oedo Line

Shibuya
Wer kennt ihn nicht aus der Werbung, den riesigen Zebrastreifen, der sich quer über das Shibuya Crossing erstreckt? Gewiss ist er eines der Highlights im Stadtbild des Viertels. Sobald die Fußgängerampeln auf grün schalten, gibt es kein Halten mehr und die Menschenmassen setzen sich von allen Seiten in Bewegung. Doch auch abseits des Wahrzeichens gibt es im lebhaften Shibuya vieles zu entdecken. An diesem Ort scheint die Leuchtreklame erfunden worden zu sein und unzählige Geschäfte und Restaurants warten auf euren Besuch. Selbst an den klischeehaften Karaokebars soll es in diesem Teil der Stadt nicht fehlen. 

Station:
Bahnhof Shibuya 🟤 Fukutoshin Line
Bahnhof Shibuya 🟠 Ginza Line
Bahnhof Shibuya 🟣 Hanzomon Line
Bahnhof Shibuya 🔵 Inokashira Line

Bucket List Tokio

Tokio ist eine eindrucksvolle Stadt, die gewiss nicht in ein paar Wochen bereist werden kann. 38,5 Millionen Einwohner sprechen für sich und verdeutlichen die enorme Größe und Vielseitigkeit des Angebots sehenswerter Orte. Doch die Reise durch Japans Hauptstadt selbst kostet viel Kraft, sodass eine Bucket List für spätere Reisen die perfekte Ergänzung zum Erlebten ist. Eine Bucket List ist in diesem Kontext eine Auflistung von Orten, die wir unbedingt besuchen möchten. Wann sich die Gelegenheit ergeben wird, erneut nach Tokio zu reisen, wird sich zeigen. Dass wir wieder nach Japan fliegen, steht außer Frage – allein schon, um den Mount Fuji aus der Nähe zu sehen. 

Hamarikyū-Park (🟣 Oedo Line; 🔵 Yurikamome)
Mount Fuji (🚌 Transfer aus Tokio)
Roppongi Hills (⚪️ Hibiya Line; 🟣 Oedo Line)
Toyosu-Fischmarkt (🔵 Yurikamome)

Tokios Hot Spots auf einen Blick

(🔵 = Anreisepunkte; 🟠 = Besuchte Orte; 🔴 = Bucket List)

Tipps für unterwegs

🛩 Anreise
In Tokio gibt es zwei internationale Flughäfen. Der Flughafen Haneda liegt im Hafen der Hauptstadt, der Flughafen Narita hingegen rund 65 Kilometer östlich der Stadt. Sofern ihr aus Deutschland anreist, könnt ihr bei eurer Abreise zwischen Düsseldorf, Frankfurt am Main und München wählen. Alle drei Städte bieten Direktflüge an. Gleiches gilt für den Flughafen in Wien.

🗻 Ausflugstipps
Das begehrteste Ausflugsziel in der näheren Umgebung ist der Mount Fuji. Dieser liegt rund 140 Kilometer westlich von Tokio. Mit seiner schneebedeckten Kuppe ist er bei klarer Sicht aus der Ferne perfekt zu erkennen. Wenn ihr ebenfalls einen Ausflug zum Berg plant, versucht, den Transfer dorthin schon aus Deutschland zu buchen. Wir hatten leider kein Glück und warten nun auf die nächste Reise.

💵 Geld
In Japan wird mit der Landeswährung „Yen“ bezahlt. 1.000 Yen entsprechen bei gegenwärtigen Kurs rund 8 Euro. Bargeld schadet sicher nicht, wenn ihr auf dem Streetfood Markt oder bei Straßenhändlern kaufen möchtet. Sobald ihr in Kaufhäusern oder Restaurants bezahlt, geht dies bequem mit der Kreditkarte, die in den meisten Geschäften akzeptiert wird.

🔐 Sicherheit
Wir haben uns auf unserer Reise durch Japans Hauptstadt zu jeder Zeit sicher gefühlt. Bedenken müsst ihr natürlich weiterhin, dass ihr euch in einer Großstadt aufhaltet, in der es – wie überall auf der Welt – Taschendiebe gibt. Fordert sie daher nicht heraus und habt eure Wertgegenstände im Blick. In einer europäischen Großstadt würdet ihr es ja nicht anders machen.

💬 Sprache
Die japanische Sprache hat mit der deutschen keine Gemeinsamkeiten. Umso schwerer ist es daher, sich die Schriftzeichen zu merken. Vielerorts gibt es zwar englische Übersetzungen, doch nicht an jedem Ort sind diese verfügbar. Empfehlenswert ist eine Übersetzungsapp. Vielfach lässt sich der Text mit der Kamera scannen und live in eine andere Sprache übersetzen.

🚊 Transport
Die Taktung der Züge und U-Bahnen sind in Tokio nah an der Perfektion und die U-Bahn ist daher das Verkehrsmittel der Wahl! Tickets kosten nur einen Bruchteil im Vergleich zu Tickets im deutschen ÖPNV. Achtgeben müsst ihr bei einigen Metrolinien (bspw. Skytree), da diese einem privaten Betreiber gehören. In diesen Linien benötigt ihr andere Tickets als in der restlichen Stadt.

Ihr habt noch Fragen?

Schreibt eure Fragen gern in die Kommentare unterhalb des Beitrags, damit wir sie euch beantworten können. Lasst gern auch von euch hören, wenn ihr in Tokio gewesen seid und eure Eindrücke mit uns teilen möchtet. Ihr erreicht uns über die Social Media Kanäle, die Kommentarfunktion oder das Kontaktformular. Bis dahin: Gute Reise!

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