Europa,  Niederlande

🇳🇱 Amsterdam – An den Grachten sitzend die Zeit vergessen…

An den Grachten sitzend die Zeit vergessen ist in Amsterdam eine der leichtesten Übungen. Grachten gibt es in einer Vielzahl, eine schöner als die andere, jede individuell und mit ihren eigenen Geschichten. Mein Hotel in Amsterdam befand sich direkt an der Singel, der Gracht, die früher die äußere Grenze Amsterdams gewesen ist, ehe die Stadt flächenmäßig expandierte. Nur wenige Meter parallel zur Singel verläuft die Herengracht, die unter vielen Amsterdam Reisenden als die schönste aller Grachten bezeichnet wird. Im Norden des Zentrums fließt außerdem die Ij und von Süden zulaufend die Amstel, zwei Flüsse, die die vielen Grachten der Stadt mit Wasser versorgen und fest zum Amsterdamer Stadtbild gehören. Die Amstel ist übrigens ganz nebenbei bemerkt auch Namensgeberin der niederländischen Hauptstadt.

Groenburgwal bei Nacht

Nachdem ich am zweiten Tag meiner Reise nach Amsterdam das Hotel verlassen hatte, machte ich mich auf den Weg in südliche Richtung entlang der Singel. Schon nach wenigen Metern querte ich die erste Brücke, von deren Mitte sich ein beeindruckender Blick über das ruhige Wasser der Singel auf die große Kuppel der Ronde Lutherse Kerk ergibt. Der Himmel war an diesem Vormittag wolkenlos und tiefblau gefärbt, die Bäume nahmen im Sonnenlicht ein sattes Grün an und das Bild, das ich in diesem Moment sah, hätte ebenso gut auf einem Amsterdam Kalenderblatt des Monats Juli oder August zu sehen sein können – es war einmalig schön!

Erneut nur wenige Meter weiter, dieses Mal auf der gegenüberliegenden Straßenseite, eröffnete sich der Blick auf die alten Amsterdamer Giebelhäuser, wie sie an den Grachten zum Teil bereits mehrere hundert Jahre stehen. Besonders auffällig sind die schmalen Hausfassaden – in der Planungs- und Bauphase dieser Giebelhäuser wurde die Länge der Straßenfront besteuert – was Grund genug gewesen ist, diese Front so schmal wie möglich zu halten. Nur aus Spargründen also gibt es in der Stadt so viele winzig erscheinende Bauten, die die Innenstadt Amsterdams in diesem Maße besonders werden lassen.

Als nächstes bog ich nach Westen in einen Häuserblock ein und kam nur wenig später an der Herengracht wieder heraus. Die Herengracht gilt unter vielen Amsterdam Reisenden als eine der schönsten Grachten im Stadtgebiet. Rückblickend muss ich allerdings sagen, dass die Herengracht für mich keine derartige Sonderstellung in der Grachtenlandschaft darstellt und dass nicht, weil sie nicht sehenswert ist. Im Gegenteil, die Herengracht ist eine traumhaft Wasserstraße, deren Stellenwert aus meiner Sicht aber auch all die anderen, teils mit Blumen und Alleen flankierten Kanäle in der niederländischen Hauptstadt für sich beanspruchen können. Wer Wasser und Kanäle liebt, der befindet sich in Amsterdam im Paradies! Doch zurück zur Herengracht! Hier setzte ich mich nur einige Gehminuten von Begijnhof und dem Paleis op de Dam an die Außenmauer des Kanals und ließ die Beine nach unten hängend über dem Wasser baumeln.

Es war in etwa halb elf Uhr am Vormittag, als ich mir dieses halbschattige Plätzchen unterhalb einer mittelgroß gewachsenen Ulme suchte, meinen Rucksack vom Rücken nahm und neben mich legte. Keine fünf Minuten später, als ich das nächste Mal auf die Uhr schaute, war es bereits 20 vor zwölf! Spätestens jetzt bemerkt ihr, was ich mit dem Titel dieses Beitrags meine, „An den Grachten sitzend die Zeit vergessen…“. Es war gefühlt nur ein kurzer Moment, in dem die vielen Kanaltouren mit diversen Touristengruppen die Herengracht vor meinen Augen passierten. Nur ein kurzer Moment, in dem die vielen privaten Besitzer von Kanus und Motorbooten an mir vorbeifuhren und es war auch nur ein kurzer Moment, in dem Schwäne und Enten sich über das sich nur leicht bewegende Grachtenwasser treiben ließen, um zu ihren Nestern zu gelangen.

Ihr bemerkt, an den Amsterdamer Grachten passiert immer etwas. Ist eine Aktion gerade vergangen, beginnt eine neue in entgegengesetzter Richtung. Teilweise überschneiden sich die Ereignisse auch, sodass es immer etwas zu beobachten gibt. Grundsätzlich ist es hierbei übrigens egal, an welcher der vielen Grachten ihr euch niederlasst, da an keiner der vielen Wasserstraßen Langeweile aufkommt! Sollte dieser äußerst unerwartete Fall hingegen doch eintreten, dann setzt euch in eines der Boote, lasst euch durch die Grachten fahren und schaut euch das Treiben auf dem Wasser aus einem anderen Blickwinkel an…

Alle Markierungen auf der Karte sowie die beigefügten Erklärungen hinter den Markierungen stellen meine eigene Meinung dar und basieren auf persönlichen Erfahrungen. Ein kommerzieller Nutzen – speziell hinter den Markierungen zu Museen, Bahnhöfen, etc. – besteht nicht. Alle markierungen dienen ausschließlich dazu, euch meine Eindrücke der Reise so transparent wie möglich zu machen. Kosten für euch können erst entstehen, wenn ihr die Online Präsenzen der Anbieter aktiv aufruft oder die Anbieter vor Ort aufsucht und eine Leistung bucht.

FRAGEN
Ihr habt noch Fragen zu unserer Reise nach Amsterdam? Schreibt eure Fragen gern in die Kommentare unterhalb des Beitrags 👇🏼, damit wir sie euch beantworten können.

*Die mit einem * gekennzeichneten Unternehmen, Veranstalter, Dienstleister, etc. wurden namentlich genannt, um euch transparent aufzeigen zu können, woher ich meine Informationen für diesen Beitrag erhalten habe. Durch die Nennung der Namen entstehen weder für euch Kosten, noch habe ich hiervon in irgendeiner Art einen finanziellen Vorteil, da es sich um kostenlose Werbung handelt. Kosten können für euch erst in dem Moment entstehen, wenn ihr aktiv die Website der genannten Unternehmen, Veranstalter, Dienstleister, etc. aufsucht und dort kostenpflichtig eine Leistung bucht.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Datenschutz & Cookies: Diese Website verwendet Cookies. Wenn du die Website weiterhin nutzt, stimmst du der Verwendung von Cookies zu.
%d Bloggern gefällt das: