Bayern,  Deutschland

🇩🇪 WANDERUNG ZUR ARCHENKANZEL AM KÖNIGSSEE

Sobald ihr die Archenkanzel erreicht habt, bietet sich euch ein eindrucksvolles Panorama! Rund 900 Meter unter euch liegt der Königssee. Sein Wasser ist glasklar und an vielen Stellen türkisblau gefärbt. Trotz der großen Distanz zwischen euch und der Wasseroberfläche könnt ihr durch die enorme Reinheit des Sees bis hinunter auf dessen Grund schauen. Gelegentlich lassen sich zudem Fährschiffe beobachten, wenn diese zwischen Schönau und der Kirche „St. Bartolomä“ am Seeufer verkehren. Folgt ihr mit den Augen dem Verlauf des Wassers, wie es sich fjordartig durch die umliegende Felslandschaft schlängelt, fällt euer Blick bald auf die schneebedeckten Berggipfel in der Ferne. Wie wir finden, ist die Aussicht von der Archenkanzel in die bayerischen Alpen einmalig schön und die Wanderung – sei sie so anstrengend, wie sie will – hat sich am Ende auf jeden Fall gelohnt! 

Blick von der Archenkanzel auf den Königssee

So schön die Aussicht über den Königssee ist – wenn ihr sie genießen möchtet, müsst ihr zunächst einmal zur Archenkanzel hinaufwandern. Der Aussichtspunkt befindet sich etwa 900 Meter oberhalb des Wasserspiegels und der Weg nach oben geht oft steil bergauf. Eine gute Grundkondition ist für den Aufstieg auf jeden Fall erforderlich, denn die Steigung erreicht in ihrer Spitze Werte von 25%. Ihr müsst letztlich aber kein Extremsportler sein, um den Weg zu meistern, denn das sind wir schließlich auch nicht. Nehmt euch ausreichend Zeit, etwas Proviant und Wasser mit und macht euch auf den Weg – der Weg ist das Ziel!

Als Startpunkt unserer Wanderung haben wir uns für den Parkplatz am Königssee entschieden (🗺 Seestraße 3, 83471 Schönau am Königssee). Nachdem das Auto geparkt, der Parkschein gelöst und die Wanderschuhe geschnürt waren, haben wir uns auf den Weg gemacht. Der Weg an sich hat eine Gesamtlänge von etwa 15,3 Kilometern, für die wir 4 Stunden und 16 Minuten gebraucht haben (6 Stunden und 43 Minuten inkl. Pausen). Vom Parkplatz kommend quert ihr zunächst die Königssee Ache über eine überdachte Holzbrücke und passiert im Anschluss die lokale Eisarena. Geht ihr die asphaltierte Straße hinauf bis zum Startbereich der Rodelbahn, führt euch ein kleiner Trampelpfad auf den Hauptweg im Wald. Hier trefft ihr in aller Regel auf weitere Wanderer. Den Einstieg eurer Wanderung habt ihr an dieser Stelle geschafft. Von nun an geht es steil bergauf, bis ihr die ersten fünf Kilometer des Weges hinter euch gelassen habt. Macht daher zwischendurch die eine oder andere Pause und lasst euch nicht demotivieren, wenn andere Wanderer schnellen Schrittes an euch vorbeiziehen. Schließlich ist es wichtig, dass ihr euch auf dem Weg hinauf wohlfühlt und euch am Ende gern an den Aufsteig erinnert! 

Der Weg hinauf führt fast ausschließlich durch den Wald. Vor allem im Sommer ist das Wandern unter den Baumkronen sehr angenehm, da ihr zumeist im Schatten unterwegs und von direkter Sonneneinstrahlung geschützt seid. Am höchsten Punkt auf eurer Wanderung (1.420 Meter) erreicht ihr die Kührointhütte am Watzmann. Hier könnt ihr euch nach anstrengenden Aufstieg mit leckeren Gerichten und kühlen Getränken stärken. Wir entschieden uns hingegen dafür, den Weg fortzusetzen und später Rast zu machen. In der Folge wanderten wir über satt grüne Almwiesen, durchzogen von einer bunten Farbenpracht aus Löwenzahn und Alpenkräutern. Der Blick in die Natur, der sich euch hier eröffnet, ist nur schwer in Worte zu fassen. Verweilt hier für einen Moment und genießt die Natur um euch herum. 

Almwiese nahe der Kührointhütte am Watzmann

Kurze Zeit später, nachdem wir das letzte Waldstück des Weges passiert hatten, standen wir am hölzernen Geländer der Archenkanzel! Der Ausblick auf den See, das türkisblaue Wasser und die in der Ferne liegenden Berggipfel ist atemberaubend! Unter euch liegt der Königssee, mit seinem glasklaren Wasser, das es euch erlaubt, bis auf den Grund des Sees hinunter zu schauen. An seinem Ufer liegt die Kirche „St. Bartolomä“, die über eine Fährverbindung an das kleine Örtchen Schönau angebunden ist. Mit etwas Glück könnt ihr beobachten, wie eines der Fährschiffe über den See gleitet und Passagiere von einer Seite des Sees zur anderen bringt. In der Ferne wird das Naturschauspiel durch die mit Schnee bedeckten Berggipfel der Alpen komplettiert. Nur selten zuvor haben wir eine derartige Harmonie und Vollkommenheit in der Natur erlebt, wie hier am Königssee. Der Ort zieht euch schnell in seinen Bann und lässt euch nicht wieder los. Wenn ihr die Möglichkeit habt, genießt den Moment auf einer der Holzbänke und lasst die Natur auf euch wirken. Spätestens in diesem Moment werdet ihr die Anstrengung des Aufstiegs vergessen haben und zu der Erkenntnis kommen, dass sich jeder Meter den steilen Berg hinauf mehr als gelohnt hat. 

Wir verbrachten hier eine lange Zeit, ehe wir uns auf den Rückweg ins Tal machten. Als wir erneut an der Kührointhütte am Watzmann vorbeikamen, blieben wir für einen Moment. Nun kam ein kühles Bier (natürlich alkoholfrei) und eine kleine Stärkung mehr als gelegen, ehe wir den Weg nach Schönau fortsetzten. Nachdem wir weitergegangen waren, war bis hinunter zur Eisarena unsere volle Aufmerksamkeit gefragt. Wo es eben noch steil bergauf gegangen war, verlief der Weg jetzt steil bergab. Lasst euch auch hier ausreichend Zeit, denn gerade dort, wo kleine Wasserläufe den Waldweg queren und den Boden aufweichen, ist eure volle Aufmerksamkeit gefragt. 

Zurück am See merkten wir in den Beinen, welch anstrengende Wanderung hinter uns lag. Vor allem in den Sommermonaten kommt der See für eine kleine Abkühlung sehr gelegen. Rückblickend hat sich jeder Schritt und jeder Meter des Tages gelohnt und wir wurden mit einem unvergleichlichen Ausblick belohnt. Aus diesem Grund möchten wir euch diese Wanderung hinauf zu Archenkanzel unbedingt ans Herz legen und sind gespannt, was ihr erzählt. Wir, so viel steht bereits fest, werden uns noch lange an die einmalige Aussicht und die Schönheit des Königssees erinnern!

Noch Fragen?
Schreibt eure Fragen gern in die Kommentare unterhalb des Beitrags, damit wir sie euch beantworten können. Lasst gern auch von euch hören, wenn ihr an der Archenkanzel gewesen seid und eure Eindrücke mit uns teilen möchtet. Ihr erreicht uns über die Social Media Kanäle, die Kommentarfunktion oder das Kontaktformular. Bis dahin: Gute Reise!

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