Bayern,  Deutschland

🇩🇪 Wanderung zur Archenkanzel am Königssee

Einmalig schön ist die Aussicht, die ihr von der Archenkanzel im Berchtesgadener Land auf den darunter liegenden Königssee habt. Rund 900 Meter liegt der See unterhalb des Aussichtsplateaus und doch könnt ihr durch die enorme Reinheit des Sees bis auf dessen Grund hinunterschauen. An den dunkelsten Stellen ist der See türkis gefärbt was sich zusammen mit seiner fjordartige Form in den bayerischen Alpen zu einem einzigartigen Naturschauspiel vereint.

Blick auf den nördlichen Teil des Königssees

So einmalig schön die Aussicht von der Archenkanzel auf den Königssee auch ist – wer diese Aussicht genießen möchte, der muss zunächst erst einmal zur Archenkanzel hinauf gelangen. Der Aussichtspunkt befindet sich rund 900 Meter höher als die am Seeufer gelegene Kirche St. Bartholomä bzw. die Ortschaft Schönau am Königssee (nördliches Ufer). Eine Wanderung hinauf ist grundsätzlich zwar möglich, aber bedarf durchaus einer gewissen Grundkondition, da die Steigung hinauf in einigen Passagen nahe an 30 Prozent reicht – aber der Reihe nach:

Wir haben unser Auto auf dem Königssee Parkplatz* (📍 Seestraße 3, 83471 Schönau am Königssee) abgestellt, unsere Wanderschuhe geschnürt, die Wanderstöcke auf die richtige Länge eingestellt und uns auf den rund 6,6 Kilometer langen Weg hinauf zur Archenkanzel begeben (Hin- und Rückweg = 13,2 Kilometer). Vom Parkplatz führt der Weg zunächst über eine überdachte Holzbrücke, um die Königsseer Ache zu queren und anschließend vorbei an der Eisarena Königssee. Sobald ihr oben am Startbereich der Eisarena angekommen seid, führt euch ein schmaler Pfad über Stock und Stein eine erstes steiles Stück hinauf in den Wald, wo ihr nach kurzer Zeit auf einen breiten Weg und in der Regel auch weitere Wanderer trefft. Den Einstieg auf den langen steilen Weg habt ihr an dieser Stelle bereits geschafft, doch bis Kilometer 4,9 geht der weitere Weg nahezu konstant steil bergauf. Achtet daher darauf, zwischendurch immer die eine oder andere Pause einzulegen, um eurem Körper einen Moment Zeit zu geben, sich von der überwundenen Ansteigung zu erholen. Auch die gegenseitige Motivation bei einer Wanderung zu zweit oder in einer Gruppe kann enorm dabei helfen, die lange Steigung zu meistern.

Wenn ihr den großen Teil der Anstrengung hinter euch gelassen habt, wartet nach rund 5,8 Kilometern (ca. 1.420 Höhenmeter) die Kührointhütte am Watzmann* auf euch, die mit leckeren Speisen und kühlen Getränken aufwartet. Die Versuchung für uns war groß, nach all der Anstrengung direkt auf dem Hinweg in der Hütte einzukehren, doch letztlich entschieden wir uns dafür, zunächst weiterzugehen, bis wir die Archenkanzel – unser gesetztes Tagesziel mit traumhafter Aussicht über den Königssee – erreichten.

Nach rund 6,6 Kilometern waren wir an unserem Ziel angekommen. Wir standen nun vorn, am hölzernen Geländer der Archenkanzel und blickten auf den türkis gefärbten Königssee hinunter. Teilweise konnten wir durch die Reinheit des Wassers sogar aus dieser Höhe, immerhin 900 Meter über dem Wasserspiegel, auf den Grund des Königssees schauen. Vereinzelt kreuzten Fährschiffe den See von Norden nach Süden, um ihre Besucher von Schönau am Königssee zur Kirche St. Bartolomä zu befördern. In der Ferne, ergänzen die mit Schnee bedeckten Gipfel des Hochkönig im benachbarten Österreich das einzigartige Panorama.

An der Archenkanzel verbrachten wir eine ganze Weile, ehe wir uns auf den Rückweg ins Tal machten. Viel zu schön war die Aussicht, als dass wir nach dem anstrengenden Aufstieg direkt wieder herumgedreht hätten. Gern wären wir sogar noch viel länger geblieben, aber der Magen knurrte und der Weg zurück nach Schönau stand ebenfalls noch bevor. Wieder an der Kührointhütte am Watzmann* angelangt, kehrten wir ein und genossen ein kühles Radler, selbstverständlich alkoholfrei, ehe wir zum weiteren Rückweg aufbrachen.

Der Weg hinab nach Schönau am Königssee erforderte nun unsere volle Aufmerksamkeit, da der zuvor noch steile Aufstieg sich nun in einen ebenso steilen Abstieg gewendet hatte. Vorsichtig setzten wir einen Fuß vor den anderen, um nach Möglichkeit nicht wegzurutschen und zu stürzen. Wie anstrengend der Abstieg am Ende war, verrieten uns unsere Beine, als wir das seichte Seeufer erreichten. Eine anstrengende Wanderung lag hinter uns, die uns zugegebenermaßen anfangs doch sehr schwer fiel, auf die wir rückblickend aber auch sehr stolz sind, dass wir sie gemacht haben. Die atemberaubende Aussicht von der Archenkanzel auf den wunderschönen Königssee war jeden Schritt wert, weshalb wir die Route nur weiterempfehlen können!

Höhenprofil Wanderung Schönau am Königssee zur Archenkanzel (Quelle: http://www.komoot.de)

Noch Fragen?
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