Deutschland,  Rheinland-Pfalz

🇩🇪 Mainz – Auf dem Rad durch die Landeshauptstadt

Eine Stadt mit dem Rad zu erkunden ist möglicherweise, neben einem ausschweifenden Spaziergang durch die vielen Straßen und Gassen, die beste Methode, um eine Stadt, eine Region und die dortigen Besonderheiten zu erleben und besser kennenzulernen. Für das Rad und gegen den Sightseeing Bus haben wir uns auch während unseres Tagestrips nach Mainz entschieden. Hierdurch haben wir kleine Plätze in der Altstadt und rund um die Mainzer Zitadelle kennengelernt, die uns ansonsten wohl verborgen geblieben wären. Hinzu kommt die Zeitersparnis auf dem Weg von einem Ort zum anderen, im Vergleich zu einem herkömmlichen Spaziergang.

Kurfürstliches Schloss am Rhein mit Chrituskirche

Zunächst parkten wir unser Auto nach der Ankunft aus dem benachbarten Frankfurt am Main an zentraler Stelle in der Innenstadt, unweit des Mainzer Doms. Da es unmittelbar nach unserer Ankunft zu regnen begann, entschlossen wir uns zunächst in einem der vielen einladenden Cafes am Domplatz zu verweilen, bis das Wetter sich wieder zum Besseren gewendet hatte. Die Zeit konnten wir zudem gut dazu nutzen, uns einen Überblick über die Sehenswürdigkeiten und besonderen Orte in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt zu verschaffen, die wir nach dem Regen besichtigen wollten.

Mit dem letzten Tropfen – zumindest für eine Weile – spazierten wir los. Unser erstes Ziel war der Holzturm, ein alter Wehrturm und Teil der historischen Mainzer Stadtmauer, dessen Namensherkunft auf eine frühere Holzlagerstätte in der Nähe zurückzuführen ist. Schon von Weitem ist das alte Gebäude zu sehen, das mit seinen sechs Stockwerken auch heute noch die meisten Häuser der Innenstadt überragt. Nach kurzem Aufenthalt setzten wir unseren Weg fort, hinauf zur Zitadelle, einer alten Festungsanlage auf einer Anhöhe am westlichen Ende der Altstadt, in der heute die Stadtverwaltung mit einer ganzen Reihe von Gremien beheimatet ist. Einen fantastischen Blick auf die Zitadelle habt ihr übrigens von der obersten Etage des gegenüberliegenden Parkhauses „Parkhaus Römisches Theater“.

Nachdem wir die Aussicht von hieraus auf die Zitadelle eine Weile genossen hatten und die durch den Tunnel unterhalb der Festung fahrenden Züge beobachtet hatten, gingen wir weiter, um auch das Innere der Zitadelle zu sehen. Ehrlich gesagt fand ich den Innenhof des alten Gebäudes verhältnismäßig unspektakulär, da außer den Eingängen zu den diversen Ämtern der Stadt und unzähligen städtischen wie auch zivilen Fahrzeugen der Mitarbeiter recht wenig zu sehen war. Auf der anderen Seite muss man der Stadt Mainz allerdings zugute halten, dass sie das alte Gebäude sinnvoll nutzt; wie viele andere Städte überlassen derart schöne Bauten sich selbst und dem mit der Zeit einsetzenden Verfall?!

Als wir die Zitadelle beinahe schon wieder in Richtung Innenstadt verlassen hatten, entdeckten wir einen Bike-Sharing Anbieter, den wir auch in der Innenstadt bereits aus dem Augenwinkel wahrgenommen hatten. Die gelben Fahrräder standen ordentlich aufgereiht in einer speziell für sie aufgestellten Station und warteten darauf, ausgeliehen zu werden, um die vorübergehenden Besitzer anschließend durch die Stadt zu kutschieren. Schnell machten wir uns mit der Handhabung und der Smartphone App vertraut, die wir benötigten, um die Räder zu leihen. Wir registrierten uns, hinterlegten unsere Kreditkartendaten für die spätere Abrechnung und freuten uns darauf, unsere Tour gleich auf zwei Rädern fortzusetzen. Ernüchterung stellte sich allerdings bei uns ein, als auf der App zu lesen war, dass unsere eben hinterlegten Daten nun einer manuellen Prüfung unterzogen werden mussten, was einige Zeit in Anspruch nehme. Wir warteten eine Minute und auch eine zweite und eine dritte Minute, in denen zu unserer Enttäuschung keine positive Rückmeldung auf unseren Smartphones einging. Gerade wollten wir uns zu Fuß auf den weiteren Weg in Richtung Innenstadt machen und waren bereits einige Meter gegangen, als wir ein positiv klingendes „Ping“ bemerkten, das aus unserer Hosentasche zu kommen schien. Nach einem schnellen Blick auf das Display stellten wir mit großer Freude fest, dass die Freischaltung nun doch erfolgt war und wir wie geplant auf die Räder steigen konnten!

Nur kurze Zeit später rollten wir nun also durch Mainz. Zunächst den Eisgrubweg entlang in Richtung Nordwesten, am Gautor vorbei zum Kästrichbrunnen und dem Reiterstandbild des Heiligen Martin. Von hieraus habt ihr einen fantastischen Ausblick über die Innenstadt, auf den Mainzer Dom und den Rhein bis hin zum Taunus, der mit dem wolkenbehangenen Himmel in der Ferne den Horizont bildet. Glücklicherweise bestand unter den Rundbögen der Kupferbergterrasse die Möglichkeit sich unterzustellen, denn es begann erneut in Strömen zu regnen. Zum Glück handelte es sich aber auch dieses Mal nur um einen kräftigen Schauer, sodass wir unsere Fahrt schnell fortsetzen konnten.

Im weiteren Verlauf passierten wir den Alexanderturm, den Fastnachtbrunnen und den Schillerplatz, auf dem selbstverständlich auch eine Statue des bekannten deutschen Dramatikers nicht fehlt. Weiter fuhren wir in nördliche Richtung, die Schillerstraße hinunter, über den Münsterplatz und durch die Bahnhofstraße, ehe wir nach rechts in die Kaiserstraße einbogen.

Etwa in der Mitte der Kaiserstraße befindet sich mein persönliches Lieblingsgebäude in Mainz – die Christuskirche. Mit ihrer großen Kuppel wirkt die Kirche bereits aus der Ferne imposant und durch den bunt blühenden Rosengarten, der sich im benachbarten Park der Kirche befindet, entsteht eine eindrucksvolle Komposition aus Park und Architektur. Auch die Christuskirche gehört – wie der anfangs erwähnte Holzturm – zu den höheren Gebäuden der Innenstadt, sodass die Kirche unter anderem vom gegenüberliegenden Rheinufer wie auch von einigen Rheinbrücken aus gut sichtbar ist und das Mainzer Stadtbild maßgeblich prägt.

Von hieraus fuhren wir mit den Rädern noch bis an das Rheinufer, um das Mainzer Schloss und den rheinland-pfälzischen Landtag zu sehen. Schließlich verschlossen wir die Räder an einer der zentralen Rückgabestationen in der Innenstadt, in der Nähe des Liebfrauenplatzes und gingen von hieraus über den Domplatz zurück zum Auto.

Rückblickend haben wir beide unabhängig voneinander gesagt, dass die Leihe der Räder die vermutlich beste Option gewesen ist, um die vielen eindrucksvollen Orte in Mainz an nur einem Tag zu sehen. Eine Erfahrung, die wir bereits am folgenden Tag in Frankfurt am Main noch einmal auf die Probe stellen wollten, wenn wir zwischen dem Finanzviertel und dem Römerberg unterwegs waren. Übrigens sei an der Stelle noch erwähnt, dass die Fahrradleihe in Mainz weniger als drei Euro gekostet hat.

Alle Markierungen auf der Karte sowie die beigefügten Erklärungen hinter den Markierungen stellen meine eigene Meinung dar und basieren auf persönlichen Erfahrungen. Ein kommerzieller Nutzen – speziell hinter den Markierungen zu Museen, Bahnhöfen, etc. – besteht nicht. Alle markierungen dienen ausschließlich dazu, euch meine Eindrücke der Reise so transparent wie möglich zu machen. Kosten für euch können erst entstehen, wenn ihr die Online Präsenzen der Anbieter aktiv aufruft oder die Anbieter vor Ort aufsucht und eine Leistung bucht.

FRAGEN
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